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WMS 7

Wildix WMS 7: Die wichtigsten Neuerungen, Änderungen und Voraussetzungen

WMS 7 ist die aktuelle Wildix-Plattformgeneration. Wir erklären, was sich bei Security, Cloud Analytics, eSIM-Management, Updates und Hardware-Kompatibilität ändert und was Unternehmen vor einem Upgrade prüfen sollten.

21.08.202612 Min. LesezeitUpdates & Techniksystel solutions ag

WMS 7: Was ist neu?

Wildix Management System, kurz WMS, ist die zentrale Verwaltungsplattform einer Wildix-PBX. Mit WMS 7 hat Wildix eine neue Hauptversion eingeführt, die vor allem Security, Administration, Analytics und die langfristige Weiterentwicklung der Plattform betrifft.

Wildix beschreibt WMS 7 primär als Plattform für neue Kunden. Bestehende Kunden können WMS 6 weiterhin nutzen und zu einem passenden Zeitpunkt auf WMS 7 wechseln. Ein Upgrade ist deshalb keine Pflichtentscheidung allein wegen der Versionsnummer, sondern sollte anhand der vorhandenen PBX, Endgeräte, Integrationen und Betriebsanforderungen geplant werden.

Für die Schweiz ist WMS 7.08 seit Juli 2026 im regulären Rollout verfügbar. Gleichzeitig existieren mit rel70 und rel70lts unterschiedliche Update-Pfade für Organisationen mit verschiedenen Anforderungen an Aktualität und Stabilität.

Welche Voraussetzungen gelten für ein Upgrade?

Laut aktuellem Wildix-Changelog ist WMS 6.09.20250121.1 die minimale unterstützte Ausgangsversion für ein Upgrade auf den stabilen WMS-7-Zweig. Vor der eigentlichen Aktualisierung sollte deshalb zuerst der aktuelle Softwarestand der PBX erfasst werden.

Noch wichtiger ist die technische Bestandsaufnahme. WMS 7 verändert einige Grundlagen gegenüber älteren Installationen. Besonders relevant sind alte Telefone und Gateways, Legacy Collaboration, bisherige Reporting-Prozesse, API-Integrationen und die verwendeten Sicherheitsprotokolle.

Ein sauberes Upgrade-Projekt sollte nicht nur die PBX selbst betrachten, sondern auch W-AIR, Tischtelefone, Gateways, SIP-Trunks, Benutzer-Clients, CRM-Integrationen und individuelle Automatisierungen.

TLS 1.0 und TLS 1.1 werden nicht mehr unterstützt

Eine der wichtigsten technischen Änderungen betrifft alte TLS-Versionen. In WMS 7 können TLS 1.0 und TLS 1.1 nicht mehr aktiviert werden. Wildix begründet die Änderung mit bekannten Sicherheitsrisiken dieser veralteten Protokolle.

Das hat direkte Auswirkungen auf ältere Geräte, die TLS 1.2 nicht unterstützen. Wildix nennt unter anderem ältere FXS- und FXO-Gateways sowie mehrere frühere WP-Telefonmodelle wie WP400, WP410 r1, WP480 r1/r2, WP490 r1/r2, WP500 und verschiedene WP600-Varianten.

Für Unternehmen mit älterer Wildix-Hardware ist das deshalb einer der wichtigsten Punkte vor einem Upgrade. Solche Geräte können unter WMS 6 weiterhin betrieben werden, sind nach dem Wechsel auf WMS 7 aber nicht mehr automatisch kompatibel.

Mehr Security: Location-based MFA standardmässig aktiv

In WMS 7 ist location-based Multi-Factor Authentication für Collaboration standardmässig aktiviert. Das bedeutet, dass die Plattform den Login abhängig von der Herkunft beziehungsweise dem Standort des Zugriffs stärker absichern kann.

Wildix hat in den vergangenen Releases zusätzlich weitere Sicherheitsmassnahmen eingeführt, darunter verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung für Administratoren, Anpassungen bei API-Tokens und Änderungen bei administrativen Zugängen.

Für Administratoren bedeutet das: Nach einem Upgrade sollten Benutzerzugriffe, Administrator-Konten und bestehende Integrationen getestet werden. Besonders bei alten API- oder Automatisierungsszenarien kann eine Anpassung notwendig sein.

CDR-View 1.0 wird durch Cloud Analytics ersetzt

WMS 7 verabschiedet sich vom klassischen CDR-View 1.0. Die bisherige Auswertung wird durch Cloud Analytics, auch als CDR-View 2.0 bezeichnet, ersetzt.

Wildix positioniert Cloud Analytics als modernere Reporting- und Analyseplattform mit verbesserter Datenvisualisierung und schnellerer Verarbeitung. In Collaboration steht Cloud Analytics zur Verfügung, während x-bees zusätzlich einen CDR-View-2.0-Liveboard-Ansatz bietet.

Für Unternehmen, die bestehende Reports, Exporte oder interne Auswertungen auf Basis des alten CDR-View aufgebaut haben, sollte dieser Wechsel vor dem Upgrade geprüft werden. Reporting ist häufig geschäftskritischer, als es bei einer reinen PBX-Aktualisierung zunächst wirkt.

Auto-Upgrades werden in WMS 7 verbindlicher

Seit WMS 7.01 sind automatische Updates im regulären WMS-7-Zweig verpflichtend und können nicht vollständig deaktiviert werden. Wildix verfolgt damit einen stärker zentral gesteuerten Update-Ansatz.

Für Unternehmen mit besonders konservativen Change-Prozessen gibt es zusätzlich den rel70lts-Zweig. Dieser Long-Term-Support-Pfad ist für Umgebungen gedacht, die einen planbareren und stabileren Release-Zyklus benötigen.

Welche Update-Strategie sinnvoll ist, sollte vor dem Produktivbetrieb mit dem betreuenden Wildix-Partner abgestimmt werden. Besonders bei komplexen Integrationen oder branchenspezifischen Anwendungen kann ein LTS-Ansatz Vorteile bieten.

CLASSOUND eSIM direkt im WMS verwalten

Mit WMS 7.08 hat Wildix das Management von CLASSOUND eSIM direkt in die WMS-Oberfläche integriert. Unter Devices steht dafür ein eigener eSIM Manager zur Verfügung.

Administratoren können dort verfügbare eSIMs sehen, sie Benutzern zuweisen und einen QR-Code für die Aktivierung bereitstellen. Damit wird die mobile Business-Telefonie stärker Teil der zentralen PBX-Administration.

Die Funktion passt zur aktuellen Wildix-Strategie rund um Business Mobility: Neben W-AIR und Wi-One können mobile Benutzer auch über Smartphone-App oder eSIM in die Kommunikationsplattform eingebunden werden.

Backups, Integrationen und APIs beim Upgrade mitdenken

Bei einem Major Upgrade sollte nicht nur geprüft werden, ob die PBX startet. Entscheidend ist, ob auch alle angebundenen Systeme danach wie vorgesehen funktionieren.

Wildix entwickelt die API- und Integrationsarchitektur weiter. Im aktuellen WMS-7-Changelog wird unter anderem darauf hingewiesen, dass ältere Server-to-Server- und Simple-Token-Autorisierungen langfristig durch Company API Keys ersetzt werden sollen.

Unternehmen mit CRM-Anbindungen, eigenen Skripten oder Middleware sollten diese Abhängigkeiten dokumentieren und in einen Upgrade-Testplan aufnehmen. Ebenso wichtig ist ein aktuelles Backup-Konzept vor jeder grösseren Systemänderung.

Checkliste vor dem Wechsel auf WMS 7

Ein WMS-7-Upgrade sollte wie eine geplante Infrastrukturänderung behandelt werden. Die folgende Checkliste deckt die wichtigsten Punkte ab.

  • Aktuelle WMS-Version und Update-Repository erfassen
  • Alte WP-Telefone und Media Gateways auf TLS-1.2-Kompatibilität prüfen
  • W-AIR- und weitere Endgeräte dokumentieren
  • Legacy Collaboration und Collaboration 7 berücksichtigen
  • Bestehende CDR-View-Reports und Exporte prüfen
  • CRM-, API- und Middleware-Integrationen testen
  • SIP-Trunks und Rufnummernkonfiguration dokumentieren
  • Administrator- und MFA-Zugänge überprüfen
  • Backup vor dem Upgrade erstellen und Restore-Konzept kennen
  • Entscheiden, ob rel70 oder rel70lts zum Betriebskonzept passt

Fazit: WMS 7 ist mehr als ein optisches Update

WMS 7 modernisiert zentrale technische Grundlagen der Wildix-Plattform. Der Wegfall veralteter TLS-Versionen, Cloud Analytics, stärkere Security-Mechanismen und die engere Integration von eSIM zeigen, dass Wildix die PBX stärker als zentrale Cloud- und Kommunikationsplattform weiterentwickelt.

Für neue Systeme ist WMS 7 der logische aktuelle Plattformzweig. Bei bestehenden Installationen sollte ein Upgrade dagegen bewusst geplant werden. Besonders alte Hardware, Reporting und Integrationen entscheiden darüber, wie einfach der Wechsel tatsächlich ist.

Recherche & Stand

Produkt- und Versionsinformationen wurden anhand offizieller Wildix-Produktseiten, Wildix-Dokumentation und aktueller Wildix-Changelogs geprüft. Stand: 10. August 2026.

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